Anfang Oktober trat Arnold Schwarzenegger bei einer Party der demokratischen Partei von San Francisco auf. Dem Abgeordneten Tom Ammiano passte das nicht und er schrie während Schwarzeneggers Rede „kiss my gay ass“.
Jetzt hat das Kalifornische Parlament auf Initaitive von Ammiano ein Gesetz beschlossen, das bei der Finanzierung des Hafen von San Francisco helfen soll. Arnold Schwarzenegger hat die Unterschrift darunter verweigert und folgenden Brief (da das von gov.ca.gov ist, geh ich davon aus, dass es keine Fälschung ist) als Begründung geschrieben:
Es gibt tatsächlich des öfteren Streit zwischen Regierung und Parlament, weil sich das Parlament lieber mit Nebensächlichkeiten beschäftigt als damit, dass Kalifornien praktisch bankrott ist. Aber das interessante an diesem Brief ist folgendes:
Spätestens seit Bedazzled wissen wir, dass man für den Fall, dass einem der Teufel einen Wunsch erfüllt eines sein muss: sehr Spezifisch.
Das hat gerade auch der amerikanische Kongress herausgefunden. Deren Stimulus Paket sieht nämlich die Förderung von Elektroautos mit $4.200 bis $5.500 vor. Der Effekt ist, dass der Verkauf von Golfcarts in die Höhe schnellt. Roger Gaddis von Ada Electric Cars:
The purchase of some models could be absolutely free. Is that about the coolest thing you’ve ever heard?
Und es wäre nicht Amerika, wenn man nicht noch einen Schritt weiter denken würde. Man könnte ja ein Golfcart als eine Art Investition sehen. Der Villages Golf Cart Man bietet genau das an: Jetzt kaufen, Steuergutschrift kassieren und später wieder Verkaufen.
Nach der Housing Bubble müssen wir uns jetzt jedenfalls auf die Golfcart Bubble einstellen.
Und wieder was vollkommen irrelevantes: Wer kann sich noch an Vacation Szene aus Fahrenheit 9/11 erinnern:
done
Bush hat in den ersten 2 Jahren und 10 Monaten seiner Amtszeit 24 Runden Golf gespielt (er hat danach damit aufgehört). Obama hat heute mit ihm gleichgezogen, er spielte die 24. Runde Golf. Das erste mal mit einer Frau, da kritisiert wurde, dass er zum Sport immer nur Männer einlädt.
Die genialsten Verschwörungstheorien kommen von der Pravda. Jetzt ist ihr aufgefallen, dass Obamas sich gegenüber dem Iran viel militanter verhält als Bush:
As many of us in Russia have noted, America, under the so called „peace“ loving Barack Obama, has become much more militant towards Iran than even the „Decider“ Bush ever was. For all the talk of talking and meeting, the propaganda and rhetoric spilling forth from the US is directly setting the stage for war and nothing else.
Aber warum sollten die USA den Iran angreifen? Wegen dem Öl etwa? Das ist schon eine etwas angestaubte Erklärung. Aber:
America is the first Western nation under the rulership of a Muslim and more specifically a Sunni Muslim.
Und da der Iran schiitisch ist muss er ihn angreifen – so einfach ist das.
Und was sollte Russland tun, um das alles aufzuhalten? In den USA missionieren, da nur die orthodoxe Kirche stark genug ist um gegen den Islam zu kämpfen.
Jedenfalls ist es eine gute Nachricht. Für Polen (und damit auch Europa) ist die Funktion der Raketenabwehr nicht wirklich so wichtig, es geht um die amerikanische Präsenz in Polen und dass damit Russland gezeigt wird, dass Polen nicht in seinem Einflussbereich liegt.
Am 15. Oktober befand sich Obama bei einem Fundraiser im St. Francis Hotel in San Francisco. Vor dem Hotel Versammelten sich ca. 1.000 Demonstranten. Zombietime war dort und hat Fotos gemacht. Interessant ist, dass es ein Gemisch von linken und rechten Demonstranten (und auch solchen, die sich nicht in das Schema einordnen lassen) ist. Bei uns würds da vermutlich ein größeres Polizeiaufgebot brauchen, damits keine Toten gibt.
[...] as mentioned earlier, in reality the different political factions and viewpoints surged and swirled amongst each each other, creating a rather more discordant sensation as competing messages often appeared side-by-side. If Obama actually had peeked out the window, he probably would have been incapable of deciphering what the hell that mob below wanted out of him, seeing instead a muddied sea of mutually contradictory demands.
2005 veröffentlichte Steven Levitt, Ökonom an der Universität Chicago und Stephen Dubner, Journalist der New York Times das Buch Freakonomics. In dem Buch werden erstaunliche ökonomische Zusammenhänge für einfach Verständlich und sehr kurzweilig erklärt, z.B. wird der Frage nachgegangen, warum die meisten Drogendealer noch bei ihrer Mutter wohnen, ob Namensgebung die Karriere beeinflusst oder ob Revolver oder Swimmingpools gefährlicher sind usw..
Eine Kontroverse hat dabei die Hypothese von Levitt ausgelöst, dass der Grund für den starken Rückgang der Kriminalität in den USA der 90er die Ursache in der Liberalisierung der Abtreibung in den 70er hatte. Ich kann dieses Buch nur empfehlen – ich kann garantieren dass für jeden zumindest ein Kapitel dabei ist, bei dem die eigenen Vorurteile herausgefordert werden.
Es geht um den Klimawandel. Während Levitt den athropogenen Klimawandel nicht abstreitet, denkt er, dass die Versuche, den CO2-Ausstoß zu Verringern nicht funktionieren können und macht sich deswegen auf die Suche nach alternativen Möglichkeiten den Klimawandel aufzuhalten. Das Kapitel kann man sich mittlerweile als PDF besorgen.
Es scheint so, dass Levitt und Dubner einerseits einige Ungenauigkeiten in ihrem Kapitel haben, andererseits sind sind etliche der Entgegnungen auch ziemlich daneben. Joe Romm ist sowieso nicht als besonders zimperlich bekannt – so hat er z.B. der Brückeneinsturz 2007 in Minneapolis mit 13 Toten mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht. Auch jetzt ist sein Verhalten – wenn man dem Artikel von Levitt/Dubner glaubt – ziemlich daneben.
Aber auch wenn man sich die Korrekturen von Brad DeLong anschaut, dann weiß man nicht, ob das jetzt die bessere Argumentation ist. Während Levitt/Dubner schreiben:
When it comes to actually solving climate change externalities through taxes, all we can say is good luck…. [G]reenhouse gases do not adhere to national boundaries…. Nor does one nation have the right to tell another what to do.
schreibt DeLong:
But if the big four–U.S., EU, China, and India–of 2050 do agree, they then have the cultural, economic, diplomatic, and ultimately military power to coerce the rest of the world. Reaching global agreement is a very reasonable prospect.
Würden die Klimaschützer das wirklich wollen – Klimaschutz militärisch durchgesetzt?
Hier noch der Trailer zum neuen Buch SuperFreakonomics:
Während man hofft (bzw. zumindest ich hoffe), dass China mit der Zeit mehr Freiheit zulässt und das Einparteiensystem irgendwann aufbrechen wird, scheinen Russlands Politiker das chinesische System importieren zu wollen.
Wie die New York Times berichtet, fand am 9. Oktober ein Treffen zwischen Aleksandr Zhukov, dem Vorsitzenden der Partei Vereinigtes Russland und chinesischen Politikern statt.
The accomplishments of China’s Communist Party in developing its government deserve the highest marks. The practical experience they have should be intensely studied.
Zhukov lud den chinesischen Präsidenten Hu Jintao zum Parteitag von Vereinigtes Russland ein. Vladimir Matkhanov sagte bei dem Treffen:
We are interested in the experience of the party and government structures in China, where cooperation exists between the ruling party and the judicial, legislative and executive authorities.
In Zeiten des Klimawandels muss man schauen, woher man klimaneutrale Brennstoffe bekommt. Stockholm zum Beispiel verheizt jedes Jahr tausende knuddlige Häschen, die in den Stadtparks beim herumtollen erwischt werden.