Der Klimaschutz und die Reaktion

Ich hab mal wieder SpOn gelesen. Gregor Peter Schmitz schreibt:

Dabei umwirbt Obamas Team seit Monaten gezielt vor allem jüngere Evangelikale. Sie wissen: Viele sind die Wahl- und Kulturkämpfe der Altvorderen leid und haben neue Themen entdeckt. Globale Armut, HIV, Klimaschutz oder den Kampf gegen Völkermord. Der Nachwuchs will lieber für Arme und den Umweltschmutz kämpfen, als gegen Schwule zu hetzen. Es ist möglich, dass Palins Benennung die Jüngeren der klassischen Basis weiter entfremdet. Immerhin vertritt die Ex-Schönheitskönigin aus Alaska zu Fragen wie dem Klimaschutz fast reaktionäre Ansichten – und weckt mit ihren polarisierenden Reden Ängste vor neuen Kulturkämpfen.

Dass Schmitz offensichtlich den Unterschied zwischen rechten und linken Evangelikalen nicht begriffen hat sei geschenkt.

Aber dass er Palins vom angeblichen wissenschaftlichen Konsens abweichenden Ansichten zum Klimaschutz als „reaktionär“ bezeichnet ist schon ein starkes Stück. Nicht nur, dass „reaktionär“ ein diffamierende Wort ist – es gibt nur sehr wenige, die sich selbst als „reaktionär“ bezeichnen: durch die Verwendung von Begriffen wie „reaktionär“ in Zusammenhang mit dem Klimaschutz, wird diesem Thema der letzte Anschein von Wissenschaftlichkeit genommen. Schmitz stellt damit Fragen des Klimaschutzes (bzw. globaler Erwärmung im Allgemeinen) auf die gleiche Ebene wie z.B. Familienpolitik, also Klimaschutz als eine ideologische Frage.

0 Responses to “Der Klimaschutz und die Reaktion”



  1. Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s





%d Bloggern gefällt das: