Erdbeben in Haiti: Top 3 der Spinner

Lieber Leser: Fallst Du ein paar Euro übrig hast, in Haiti werden sie gebraucht. Spenden – z.B. an das Rote Kreuz – sind in Österreich seit ca. 1 Jahr steuerlich absetzbar.

Menschen fällt es schwer zu akzeptieren, dass ein Unglück einfach so passieren kann, ohne dass es einen Schuldigen gibt. Und für so Manchen ist es eine willkommene Gelegenheit um zu beweisen, was für ein Idiot er ist:

Pat Robertson

Pat Robertson ist ein amerikanischer Fernsehprediger. Er ist bekannt durch seine vielen Kontroversen, u.A. hat er den Hurrikan Katrina, der New Orleans zerstörte als Strafe Gottes bezeichnet. Laut Robertson ist die Ursache für das Erdbeben in Haiti ein Pakt mit dem Teufel, den die Haitianer vor 200 Jahren geschlossen haben, um von der französischen Kolonialherrschaft los zukommen (näheres zum Pakt mit dem Teufel hier):

Hugo Chávez

Der venezolanische Präsident – den Pat Robertson übrigens am liebsten ermordet sehen würde (und ich würde darob auch nicht gerade in große Trauer verfallen) – marschiert bei der internationalen Narrenparade immer ganz vorne mit. Offensichtlich wurde das Erdbeben durch eine neue geheime amerikanische Wunderwaffe ausgelöst. Er stützt sich dabei auf einen angeblichen Bericht der russischen Nordflotte, die seit 2008 die US-Aktivitäten in der Karibik überwachen. Bericht der spanischen Zeitung ABC (Google Translate) und der Bericht darüber von Russia Today:

Danny Glover

Danny Glover ist bekannt als Detective Roger Murtaugh in Lethal Weapon und als Freund von Hugo Chávez. Für ihn ist irgendwie alles miteinander verbunden und alles hängt irgendwie mit dem Klimawandel und Kopenhagen zusammen:

3 Responses to “Erdbeben in Haiti: Top 3 der Spinner”


  1. 1 Wolfgang Scheide 25. Januar 2010 um 17:51

    Man kann den Haitianern natürlich an dem Erdbeben keine Schuld gegen, aber man sollte durchaus die Frage aufwerfen, ob die kulturelle Verfassung dieer Gesellschaft nicht zu den schlimmen Folgen maßgeblich beigetragen hat. Im „Schatten des Vodoo“gedeiht Vernunft nicht gut und leider wirkt sich dies auf die Erdbebenprophylaxe ebenso negativ aus wie es sich negativ auswirkt auf den Umgang mit der dann eingetretenen Katastrophe.

    http://www.welt.de/die-welt/debatte/article5950712/Im-Schatten-des-Voodoo.html
    und
    http://iuf-berlin.org/kommentare/2447.php

  2. 2 Michael 25. Januar 2010 um 18:18

    Ich glaub es liegt in erster Linie daran, dass es sich um einen Failed-State handelt. Die Regierung war nicht in der Lage und nicht daran interessiert, eine erdbebensichere Bauweise (zumindest bei Spitälern usw.) durchzusetzen.

    Ich denke nicht, dass Menschen in anderen Teilen der Welt einfach so von sich aus – d.h. ohne dass es vom Gesetzgeber oder den Versicherungen verlangt wird – wirklich erdbebensicher bauen würden.

  3. 3 Ric 31. Januar 2010 um 22:53

    John Travolta hast du noch vergessen.
    Der flog dringendst benötigte E-Meter nach Haiti…

    http://gawker.com/5451086/john-travolta-to-airlift-desperately-needed-e+meters-to-people-of-haiti


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