Der Türkische Botschafter

Der türkische Botschafter Kadri Ecvet Tezcan hat mit einem Interview über Österreichs Integrationspolitik einigen Staub aufgewirbelt. Was ich mich in dem Zusammenhang frage:

  1. Müssen wir uns wirklich von einem Land (und ein Botschafter spricht für sein Land bzw. seine Regierung), das kein Asylrecht kennt, das in Sachen Religionsfreiheit zumindest eine durchwachsene Bilanz aufweist und in dem es bis 2002 verboten war, einen Text in einer anderen Sprache als Türkisch zu veröffentlichen über unsere Integrationspolitik belehren lassen?
  2. Tezcan sieht sich als „Botschafter von 250.000 Menschen, die in diesem Land leben„. Laut Eurostat (migr_pop1ctz) lebten 2009 in Österreich 110.678 Türken.
  3. Tezcan meint:

    Wenn Türken in Wien Wohnungen beantragen, werden sie immer in dieselbe Gegend geschickt, gleichzeitig wirft man ihnen vor, Ghettos zu formen.

    Finde ich seltsam, wie Wiener zu ihren Wohnungen kommen – hier in Vorarlberg sucht man sich die Wohnung selber.

 

2 Responses to “Der Türkische Botschafter”


  1. 1 Thumbsucker 10. November 2010 um 22:47

    Ich glaube bei den Gemeindewohnungen in Wien funktioniert das anders. Man bewirbt sich/meldet sich an, gibt ein paar Rahmenbedingungen bekannt(ungefähre Größe, Anzahl der Zimmer) und bekommt eine zugewiesen, die frei ist/wird (bestenfalls kann man aus 2-3 Verschiedenen wählen). Das „Wo“ bleibt also im weitesten Sinne der Stadt überlassen. Natürlich „muss“ niemand diese Wohnung dann auch beziehen, aber die Auswahl in Wien ist ja nicht so groß, als das man wählerisch sein könnte.

    Funktioniert bei uns in NÖ ähnlich.


  1. 1 Tezcan: „Erfrischende“ Großmachtpolitik? « Aus dem Hollerbusch Trackback zu 10. November 2010 um 23:48

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